MMT Video – Smartvote App für Android
Dezember 16th, 2011
MMT-Video über das PAWI-Projekt Smartvote App für Android – Das interaktive Abstimmungssystem!
Mit der Filmproduktion begann ich vor ca. 3 Wochen. Zuerst ging es um die Wahl der Kamera. Da ich keine Videokamera habe und mir auch keine anschaffen wollte, entschied ich mich, meine Canon 500D Spiegelreflex als Videokamera zu (miss)brauchen. Die Kamera bietet eine 1080p Auflösung mit 25 Bildern / Sekunde, gewählt habe ich jedoch 720p.
Der Vorteil dieser Lösung ist, dass man die Objektive in gleicher Weise fürs Filmen wie auch fürs Fotografieren einsetzen kann.
Andererseits fehlen Ihr relativ viele Funktionen und das Display zeigt auch nicht die reale Skalierung an, wodurch oben und unten ein paar cm der Aufnahme fehlten. Wenn man sich aber mal daran gewöhnt hat geht es relativ gut. Zudem ist die Akkulaufzeit im Videomodus nur knappe vier Stunden.
Für die Produktion schaffte ich mich noch ein stabileres Stativ an, um keine Verwackelungen während des Filmens zu haben.
1. Teil – Mobiltelefon-Display filmen:
Ich begann zuerst mit den Aufnahmen der Mobiltelefon-Displays. Da ich keine Makro-Objektive habe, stellte sich schnell heraus, dass es nicht so einfach sein würde, ein Handydisplay möglichst nahe und scharf aufnehmen zu können. Schliesslich stellte ich das Stativ auf den Tisch, auf dem das Mobiltelefon lag, stellte es auf ca. 1.40m Höhe ein und zoomte so auf das Mobiltelefondispay. So war es einigermassen scharf, auch wenn es nicht ganz perfekt gelungen ist.
Eine weitere Knacknuss war die Beleuchtung. Das Telefon lag direkt auf der Tischplatte, wodurch die Neonlichter direkt im Display wiederspiegelten. War es im Raum zu hell, entstanden Spiegelungen auf der Displayoberfläche, wodurch man den Inhalt nicht mehr sehen konnte, war es zu dunkel konnte man den Umriss des Telefons zu schnlecht erkennen. Mit einer indirekten Beleuchtung klappte es dann relativ gut.
Eine weitere Hürde war die Bedienung des Gerätes. Man muss das Gerät aus einem Winkel bedienen, bei dem man relativ wenig Druck auf den Touchscreen ausüben kann, ohne das Gerät gleich zu verschieben. Im Video soll die Bedienung des Telefons ja möglichst spielend aussehen. Mit etwas Übung gelang es mir, zwei komplette Läufe ohne Vertipper und Verschiebungen aufzunehmen. Zuerst wollte ich es mit verschienen Mobiltelefonen aufnehmen (wie in der ersten Szene zu erkennen wäre), jedoch hatten die anderen Geräte relativ schlechte Touchscreens, wodurch das Filmen kaum möglich war. Für die etwa 15 Sekunden verwendetes Videomaterial im Film, wo das Mobiltelefon zu sehen ist, nahm ich ca. 35 Minuten Rohmaterial auf
2. Notebook-Display filmen
Der erste Idee, wie auch im Storyboard erwähnt, wäre das direkte Aufnehmen der PC-Software ab Notebookdisplay gewesen. Dies erwies sich als praktisch unmöglich, weil entweder das Bild unscharf war oder Linien über das ganze Display auftraten. Daher entscheid ich mich für die Software “Free Screen Video Recorder”, welche ähnlich wie Snag-It aus gewissen Bildschirmausschnitten Videos erstellt. Wenn man die Kodierung gut wählt um immer darauf achtet, dass das aufzunehmende Fenster die gleiche Auflösung hat wie das Video werden die Sequenzen relativ gut. Allerdings ist die Schärfe nicht berauschend und die Software stürzt relativ viel ab. Hier waren für etwa 10 Sekunden im Film gute 40 Minuten Rohmaterial nötig.
3. Beamer filmen
Auch hier wäre die Idee equivalent zu oben gewesen, direkt ab dem Beamer zu filmen. Bei dieser Bildgrösse wäre die Schärfe zwar ideal (das Icon, auf welches im Anfangsvideo geklickt wird ist ab Beamer gefilmt), jedoch treten beim Beamer noch stärker die Linien auf, sobald man versucht, eine Totale aufzunehmen. Daher wurde auch hier auf die obige Software zurückgegriffen. Der Effekt des “Präsentierens” wird zwar im Film nicht so deutlich, allerdings sollte es ersichtlich sein
4. Anfangssequenz mit Komponenten filmen
Diese Szene war relativ einfach zum Filmen. Die Kamera filme auf dem Stativ fixiert und man legt eine Komponente nach der anderen auf den Tisch. Danach wird das ganze zusammengehänkt, was den “Erschein”-Effekt bewirkt
5. Schneiden
Das Schneiden war, wie üblich, etwa dreimal so aufwändig wie das Drehen des Videos ansich. Ich entschied mich für die Software Premiere Elements 10 von Adobe. Die Software ist zwar nicht so mächtig wie Premiere Pro, sollte allerdings für dieses Projekt ausreichend sein, da keine aufwändigen Effekte nötig sind.
Insgesamt waren total etwa 2 Stunden Rohmaterial vorhanden, wovon etwa 20 Minuten verwertbar war. Dies musste nun auf 30 Sekunden gekürzt werden, ohne den Zusammenhang zu verlieren. Etwa 2 Szenen mit Handydisplays musste ich nochmals drehen, da die Schärfe nicht ausreichend war.
Ich versuchte mich zwar nach dem Storyboard zu richten, allerdings merkte ich schnell, dass 30 Sekunden niemals ausreichen werden. Daher entschied ich mich, das Video nicht als “Bedienungsanleitung”, sondern als kurzer Einblick ins Smartvote-System zu konzipieren. Dadurch wurden die Erklärungen auf ein Minimum reduziert und ein paar Schritte abgekürzt. Die Grundidee blieb jedoch. Daher wurden die Szenen absichtlich sehr kurz.
Zuerst war vorgesehen, die Erklärung der aktuellen Szene als Sprachkommentar zu unterlegen, gegen den Schluss entschied ich mich allerdings dann doch für eine textbasierte Version, da der Sprechkommentar das Video wieder verlängert hätte.
Komplex war das zusammenschneiden des Split-Screens zum Schluss. Da ich nur eine Kamera hatte, waren die Aufnahmen sequentiell gemacht worden. Dadurch mussten alle Videos zeitmässig zuerst auf einander abgestimmt werden. Die längste Szene war im Orginal beinahe doppelt so lange wie die kürzeste. Ein weiterer Knackpunkt ist die extrem schlechte Unterstützung von Premiere Elements für Split-Screens. Es gibt zwar eine Bild in Bild Funktion, diese muss aber auf jede Szene manuell gelegt werden. Man kann keine Effekte 1:1 übertragen, somit musste ich jedem Videoausschnitt die Skalierung manuell zuweisen. Total waren das ca. 24 Videosequenzen. Dies war im übrigen beim Erklärungstext dasselbe. Jeder neue Text musste neu erstellt, formatiert und skaliert werden. Hier merkt man sehr stark den Unterschied zur professionelleren Verion. Ich habe versucht, das Videoprojekt von Premiere Elements in Premiere Pro zu übertragen, allerdings schlug es fehl. Es funktionierte am Schluss auch mit Premiere Elements, allerdings mit relativ viel Handarbeit.
Zum Schluss erreichte ich die 30 Sekundenlimite nicht ganz, die totale Länge ist genau 40 Sekunden.
Insgesamt war der Aufwand für das Schneiden etwa geschätze 15 Stunden.










